Ist Blockchain die disruptive Entwicklung, welche die Finanzindustrie komplett neu organisieren wird? Oder ist die Blockchain ein Technologie-Hype, der schliesslich der nächsten Entwicklung weichen wird. Welche Auswirkungen haben Technologieentwicklungen auf Kernbankensystem oder gesamte IT-Architekturen? Wir diskutieren die Konsequenzen von Technolgieentwicklungen und deren Anwendung und Implikation auf die Finanzindustrie.

Chancen & Herausforderungen für Banken im Kontext von Decentralized Finance

Der Begriff Decentralized Finance (DeFi) bezeichnet eine dezentrale, Blockchain-basierte Architektur zur Abwicklung von Finanzgeschäften ohne Intermediäre. In diesem Beitrag zeigen wir auf, warum sich das Anbieten eines Zugangs zu Digital Assets und DeFi-Geschäftsmodellen für Finanzinstitute lohnt und welche Herausforderungen sie meistern müssen, um ihren Kunden ein solches Angebot zu ermöglichen. Anhand von Beispielen aus der Praxis werden Positionierungsmöglichkeiten für regulierte Institute dargelegt sowie konkrete Chancen & Herausforderungen aufgezeigt.

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Digitale Zwillinge – Die Verschmelzung der realen und virtuellen Welt

Die Menge an Daten über reale Produkte, Prozesse und Services ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Somit ergeben sich neue Möglichkeiten für die Planung, Simulation und Analyse im Unternehmen. Hierfür setzen immer mehr Unternehmen das Konzept eines digitalen Zwillings ein. Doch was sind digitale Zwillinge und welche Potenziale ermöglicht ihr Einsatz auf Unternehmensebene, insbesondere in der Finanzindustrie?

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Federated Learning – effizientes Machine Learning unter Einhaltung der Privatsphäre?

In der Finanzindustrie erwarten Kunden hohe Standards bezüglich des Datenschutzes und der Integrität der eigenen Daten. Dennoch ist es für Banken aus Sicht der Wertschöpfung essenziell, Kundendaten mithilfe von statistischen Methoden und Algorithmen auszuwerten. Die Banken befinden sich somit im Konflikt zwischen der Wahrung des Datenschutzes und der Durchsetzung des eigenen Geschäftsmodells. Um dieses Problem anzugehen, hat sich in den letzten Jahren das Konzept des «Federated Learning» am Markt etabliert, bei dem die für das Modelltraining verwendeten Daten stets dezentral gespeichert und die Modelle dezentral trainiert werden.

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«Data-centric AI» – Eine Veränderung des KI-Mindsets?

Der traditionelle Ansatz von KI stellt den Prozess des Modelltrainings in den Mittelpunkt. Während das Training des Modells grosse Aufmerksamkeit erfährt, stehen die zugrundeliegenden Daten oft im Hintergrund. Vor allem bei Internetkonzernen funktioniert dieser Ansatz sehr gut, da diese über riesige Datenmengen und die Fähigkeiten zu ihrer Auswertung verfügen. Im Gegensatz dazu gibt es bei diesem Ansatz aufgrund mangelnder Datenmengen kaum Potential für den Einsatz von KI in kleinen Unternehmen. Daher lohnt es sich, einen Blick auf die Daten zu werfen – weg von model-centric hin zu data-centric AI.

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Was steckt hinter dem Begriff «Decentralized Finance»?

Decentralized Finance (DeFi) ist spätestens seit dem DeFi-Sommer 2020 einer der dominierenden Trends im Bereich Digital Assets. Seit dem Sommer 2020 hat sich der Blick der Digital-Assets-Community hin zu den Möglichkeiten eines dezentralen Finanz-Ecosystems gewendet, DeFi-Anwendungen haben grossen Zulauf erhalten und die Kurse von entsprechenden Token haben sich vervielfacht. Warum wird DeFi ein so grosses Potential zugerechnet und was bedeutet dies für regulierte Finanzinstitute? Diese und weitere Fragestellungen werde ich in den nächsten drei Blogposts skizzieren, unterschiedliche Betrachtungswinkel aufzeigen sowie einen Ausblick auf die Chancen für regulierte Finanzinstitute im Kontext von DeFi geben. Als Einstieg werden in diesem Blogpost die Funktionsweisen von DeFi-Anwendungen skizziert, ausgewählte Anwendungsfälle vorgestellt sowie Chancen und Risiken in diesem Kontext aufgezeigt.

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Geld – Was ist das überhaupt?

Was ist Geld überhaupt? Klar, es ist etwas, mit dem wir bezahlen, und dem Internationalen Währungsfonds zufolge etwas, ohne das moderne Wirtschaften nicht funktionieren könnten. Im heutigen Blogbeitrag werden wir uns aber gemeinsam noch ein wenig tiefer mit der Bedeutung von Geld beschäftigen und uns ein umfassenderes Bild davon erarbeiten, was es ist. Die Frage ist aus meiner Sicht gerade heute relevant, wo neue Konstrukte wie Kryptowährungen, welche von den im Allgemeinen als Geld angesehenen Währungen wie Euro, Schweizer Franken oder US-Dollar abweichen, als «digitales» Geld betrachtet werden

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Dezentralisierung als Stabilitätsgarant?

Die Welt befindet sich im Zeitalter von Industrie 4.0 in einem fortschreitenden vernetzten und digitalen Zustand. Dabei geht der Trend immer mehr in Richtung einer dezentralisiert organisierten informationstechnischen Infrastruktur, häufig unter Verwendung der Blockchain-Technologie. Welche drei Arten von (De-)Zentralisierung es gibt und welche Vorteile die Dezentralisierung bietet, erfahrt Ihr in diesem Blogbeitrag.

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Web3 and DAOs – the next hype?

Sowohl die technische als auch die damit einhergehende organisatorische Dezentralisierung nehmen durch die disruptiven Technologien DLT und Blockchain eine immer grössere Rolle ein und schreiten durch die Etablierung von neuen Anwendungsfällen und -gebieten immer weiter voran. Ein neuer und vermehrt wachsender Trend sind Decentralized Autonomous Organizations («DAOs»).

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Synthetische Daten – Die Zukunft datengetriebener Finanzservices?

Eine der grössten Herausforderungen der digitalen Transformation ist der Umgang mit bankspezifischen und personenbezogenen Daten sowie deren Verarbeitung durch künstliche Intelligenz (KI). Grundlage datenbasierter Services mithilfe von KI ist eine hochwertige und aktuelle Datenbasis. Doch nicht alle Unternehmen verfügen über eine ausreichend grosse Datenbasis zum Trainieren eines Algorithmus und das Teilen und die grundsätzliche Nutzung mancher Daten ist – teilweise auch innerhalb des Unternehmens – streng limitiert. Um diesen Problemen entgegenzuwirken hat sich das Konzept synthetischer Daten etabliert.

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Core Banking Radar – «Von Modularbank zu Tuum – ein Kernbankensystem nicht nur für Banken»

Der Core Banking Radar  analysiert seit 2017 in regelmässigen Abständen die gängigsten sowie neu aufkommende Kernbankensysteme in der Schweiz mit einem umfangreichen Beurteilungsmodell. Die neuste Publikation beleuchtet das estnische Neo-System Tuum und zeigt Erfolgsfaktoren für dessen Nutzung auf. Der Core Banking Radar ist ein Gemeinschaftsprojekt von Swisscom und dem Business Engineering Institute St. Gallen.

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Zielbilder für das Angebot von Digital Assets im regulierten Raum

Das Thema Digital Assets ist endgültig in der Breite angekommen. Das Potenzial für Dienstleistungen, die Kunden den Erwerb von Digital Assets erleichtern, ist gross, bisher bieten aber nur einige wenige Finanzinstitute solche Services an. Gründe für ein fehlendes flächendeckendes Angebot gibt es gemäss Banken viele, z. B. Bedenken wegen der Werthaltigkeit von Digital Assets, hohe Skepsis betreffend Geldwäsche oder fehlendes Knowhow im operativen Umgang mit der neuen Anlageklasse. Dieser Blogbeitrag beschäftigt sich mit dem letzten Punkt und soll aufzeigen, dass es verschiedene operative Umsetzungsmöglichkeiten für ein grundlegendes Digital-Asset-Angebot für regulierte Banken gibt.

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Gaia-X – eine Revolution für die Finanzindustrie?

Cloudlösungen sind im Vergleich zu On-Premise-Lösungen schneller, flexibler und günstiger sind. Die bekanntesten Cloudinfrastrukturen – Amazon Web Services (AWS), Google Cloud, Microsoft Azure und IBMs Red Hat – haben jedoch alle eins gemeinsam: Sie haben ihren Hauptsitz in den USA und unterliegen damit dem (ausgesprochen lockeren) US-amerikanischen Datenschutz«gesetz». Das macht die Nutzung der Services vor allem für Finanzinstitute datenschutzrechtlich schwierig. Eine echte alternative könnte das europäische Projekt Gaia-X sein.

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Towards a Framework for Understanding the Potentials of Tokenized Assets

Bei dem Versuch, das Potenzial von Tokens für ihr Geschäft abzuschätzen, stehen Entscheidungsträger vor der Herausforderung, dass es zwar Unmengen an technischer Literatur über das Design von Tokens gibt, aber keine einfachen Entscheidungshilfen, die dabei unterstützen, geeignete Anwendungsfälle für das eigene Unternehmen zu identifizieren.
Daher haben wir im Rahmen einer Studie Archetypen abgeleitet, die in einer Vielzahl bereits existierender tokenbasierter Lösungen beobachtet werden können. Diese Archetypen bieten Unternehmen einen ersten Ansatzpunkt für die Beschäftigung mit den Vorteilen und möglichen Anwendungen tokenbasierter Lösungen.

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DLT in der Supply Chain: Kann so die Rückverfolgbarkeit garantiert werden?

Im industriellen Sektor stellt die fortgeschrittene Vernetzung zwischen Kunden, Produkten und Wertschöpfungsketten die Unternehmen vor grosse Herausforderungen. Die Glaubwürdigkeit der Daten in der Supply Chain wird oft in Frage gestellt. Die Distributed-Ledger-Technologie in diesem Kontext einzusetzen, beweist sich in unterschiedlichen Industrien als vielversprechender Use Case.

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Smart Citizen: Vom digitalen Postfach zur digitalen Kontrolle der Wertschöpfungskette

Beim Konzept des Smart Citizen geht es darum, die öffentliche Verwaltung, Unternehmen, Hochschulen und Einwohner/-innen an einen Tisch zu bringen, um gemeinsam innovative, effiziente und bedürfnisorientierte Dienstleistungen für Einwohner/-innen zu entwickeln. Im Folgenden möchte ich einen Überblick über Themenbereiche geben, die unser Leben als Bürger/-innen und damit als Smart Citizen berühren. Dies tue ich oft anhand von Projekten, die versuchen, unser Leben und Arbeiten zu erleichtern und die entweder bereits Beteiligung zulassen oder von einer Partnerschaft profitieren könnten, wie sie eingangs beschrieben ist.

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Erfolg bei der Kooperation: Worauf Banken und FinTechs bei einer Kooperation achten sollten

FinTechs wurden lange Zeit aufgrund ihrer hohen Innovationsfähigkeit und des ihnen zugeschriebenen Disruptionspotenzials als direkte Gefahr und Konkurrenz für traditionelle Banken angesehen. In den letzten Jahren hat sich jedoch gezeigt, dass sowohl FinTechs, als auch Banken eher an einer Kooperation als an Konkurrenz interessiert sind. Es gibt jedoch Faktoren, die dazu führen können, dass eine Kooperation zwischen einer Bank und einem FinTech scheitern kann. Wie das verhindert werden kann, darum geht es in diesem Beitrag.

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Klassifizierung von Blockchain-basierten Anwendungen: Eine Konzeptualisierung aus Anwenderperspektive

Trotz vieler bekannter Vorteile ist es vor allem für Praktiker nach wie vor schwierig, konkrete Anwendungsbereiche für Blockchain-basierte Applikationen zu identifizieren. Der vorliegende Beitrag setzt hier an und präsentiert eine branchenunabhängige Typologie von Anwendungsfeldern, welche nicht nur zur Analyse bestehender Blockchain-Applikationen dient, sondern auch Anwendern eine Orientierung bietet, welche generellen Einsatzmöglichkeiten es für die Blockchain gibt und wie komplex eine erste Implementierung der jeweiligen Anwendungen ausfallen kann.

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Ein Analytics-Marktplatz für KMU

Für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) bietet die Künstliche Intelligenz enormes Potenzial zur Skalierung und Effizienzsteigerung, es gibt jedoch insbesondere für diese Unternehmen keine Alternative zur Nutzung der GAFA-Services, da ihnen selbst z. B. Machine-Learning-Wissen oder die notwendigen Daten zum Trainieren von Algorithmen fehlen. Ein Analytics-Marktplatz könnte diese Herausforderungen lösen.

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Die Business-Seite der Blockchain Map

Vor zwei Wochen haben wir hier auf dem Blog das BlockWiki vorgestellt, eine Website, auf der wir die wichtigsten Blockchain und DLT-Termini zusammenstellen und erklären. Dort lässt sich auch die Blockchain Map erwerben, eine grafische Zusammenfassung von Blockchain-Begriffen. Die Übersicht differenziert zwischen der technischen und der geschäftlichen Sicht auf die Blockchain. Nachdem die linke Seite mit der technischen Sicht in dem Blogbeitrag „Die technische Seite der Blockchain Map“ detailliert beschrieben wurde, legen wir in diesem Artikel den Fokus auf die Businesssicht des Blockchain-Universums und erklären die dort abgebildeten Begriffe in ihrem Zusammenhang.

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Die technische Seite der Blockchain Map

In unserem letzten Blogbeitrag „Das BlockWiki – die Blockchain erklärt” haben wir das BlockWiki vorgestellt. Ein Bestandteil des BlockWikis ist die Blockchain Map, die die technischen Hintergründe, verschiedenen Einsatzgebiete und Funktionen der Technologie grafisch darstellt. Sie ist in die zwei Bereiche technische Sicht und Businesssicht unterteilt. In diesem Blogbeitrag wird der Fokus auf die Erklärung der Elemente der technischen Seite gelegt.

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Das BlockWiki – die Blockchain erklärt

Die Blockchain erlangt weltweit und branchenübergreifend immer mehr Aufmerksamkeit und Bedeutung. Obwohl hinter dieser Technologie sowohl auf technischer als auch auf wirtschaftlicher Seite ein breites Anwendungsfeld steht, sind die Termini rund um die Blockchain in der Forschung nicht durchgehend einheitlich und oft unklar. Das BlockWiki ist eine Webseite, auf der relevante Begrifflichkeiten rund um die Blockchain erklärt und zueinander in Beziehung gebracht werden und kann somit bei Bedarf von jedem Blockchain-Interessierten als Nachschlagewerk genutzt werden.

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20 Jahre Agiles Manifest – Ein Überblick über Werte & Prinzipien

Zum 20-jährigen Bestehen des Agilen Manifests, möchten wir nochmals auf die zentralen Konzepte des Dokuments eingehen. Denn selbst nach dieser langen Zeit repräsentieren die enthaltenen Werte und Prinzipien die Grundmanifeste der agilen Arbeitsmethode und finden sich in vielen verschiedenen agilen Methoden, wie zum Beispiel Scrum, Kanban oder SAFe wieder.

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