Bundesrat verabschiedet Botschaft zum automatischen Informationsaustausch

Der Bundesrat hat in der Sitzung vom 16. Juni 2017 die Botschaft über die Einführung des automatischen Informationsaustauschs (AIA) über Finanzkonten mit 41 Staaten und Territorien verabschiedet. Die Umsetzung ist für 2018 geplant, die ersten Daten sollen 2019 ausgetauscht werden. Diese Ausweitung steigert die Stellung der Schweiz im internationalen Finanzparkett.

Da in der Vernehmlassung die Vertraulichkeit und der Datenschutz mancher Partner moniert wurde, hat der BR eine Ausweg aufgezeigt. Vor dem ersten Datenaustausch wird ein Lagebericht erstellt und geprüft, ob die Partner den geforderten Kriterien gerecht werden.

Die Schweiz hatte den AIA im Jahr 2017 mit 38 Ländern und Territorien eingeführt, darunter mit den EU-Staaten. Mit diesen Staaten wird ab dem nächsten Jahr die ersten Daten ausgetauscht. Die 41 neuen Staaten sind die folgenden:

Es handelt sich um folgende Staaten und Territorien: Andorra, Antigua und Barbuda, Argentinien, Aruba, Barbados, Belize, Bermuda, Brasilien, Britische Jungferninseln, Cayman-Inseln, Chile, China, Cookinseln, Costa Rica, Curaçao, Färöer-Inseln, Fürstentum Liechtenstein, Grenada, Grönland, Indien, Indonesien, Israel, Kolumbien, Malaysia, Marshallinseln, Mauritius, Mexiko, Monaco, Montserrat, Neuseeland, Russland, Saint Kitts und Nevis, Saint Lucia, Saint Vincent und die Grenadinen, San Marino, Saudi-Arabien, Seychellen, Südafrika, Turks- und Caicos-Inseln, Uruguay, Vereinigte Arabische Emirate

Einmal mehr wählt die Schweiz, im weltweiten Vergleich, den Musterschülerweg. Die Strategie und die latente Angst vor den schwarzen Listen bewegen die Politik zu diesen Schritten. Ob die Rechnung aufgeht bleibt abzuwarten – unserer Meinung nach, ein guter Schritt für den Finanzplatz. Die Frage bleibt, ob andere Länder sich dem Level Playing Field  anschliessen werden.

Medienmitteilung

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