COP26 und die Kreislaufwirtschaft

Nachhaltigkeit und Circular Economy

»Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können.» – Weltkommission für Umwelt und Entwicklung [18]

Seit nun mehr als 100 Jahren spricht man über die Erschöpfung von Ressourcen, über die Armut, politische Instabilität oder die Herausforderungen der (Über-)Bevölkerung [1]. Um unseren Planeten für künftige Generationen (bewohnbar) zu erhalten, ist es unerlässlich, sich mit diesen Herausforderungen auseinanderzusetzen [2], die unsere Welt gefährden [3].

Wir spüren es auch direkt, am meisten spüren wir die Veränderungen des Klimas. Je stärker die Erderwärmung zunimmt, desto öfter erfahren wir extreme Wetterbedingungen und Umweltkatastrophen. Auch Lieferunfähigkeiten von Produzenten können entstehen. Der Rhein zum Beispiel ist eine der grösseren Handelsrouten für den Nahrungsmittel-Importe in die Schweiz. Bei zu langen Trockenphasen reicht der Wasserpegel nicht immer aus für die Transportschiffe, was 2003 zu einem Engpass im Futtermittelbereich führte [31].

Dass wir vor grossen Klimaherausforderungen stehen, hören und lesen wir in Zeitungen, bei Events, in den Sozialen Medien und über Organisationen, die sich für den Klimaschutz stark machen – und wir spüren es im Alltag.

Trotzdem darf der Begriff der Nachhaltigkeit nicht zu kurz gefasst werden. Nachhaltigkeit beschreibt die Idee, die Welt nicht nur in ökologischer, sondern auch in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht kontinuierlich zu erhalten [1]. Bezogen auf die Unternehmensebene definiert die unternehmerische Nachhaltigkeit das Ziel, ökologische, soziale und ökonomische Auswirkungen positiv zu managen [5], um die negativen Auswirkungen des Unternehmens auf seine Umwelt, die z. B. durch CO2-Emissionen oder unfaire Löhne entstehen, zu reduzieren, und darüber hinaus durch eine nachhaltige wirtschaftliche Tätigkeit z. B. durch Senkung der Arbeitslosigkeit zu einer stabilen gesamtwirtschaftlichen Lage beizutragen. So hat sich zum Beispiel in der Finanzindustrie als Standard nachhaltiger Anlagen der Begriff «Environmental Social Governance (ESG)» etabliert. Environmental Social Governance (ESG) spezifiziert Prinzipien, die neben ökologischen und sozialen Aspekten auch Governance-Richtlinien beinhalten, die Unternehmen in ihre Geschäftsaktivitäten integrieren können [6].

Die Circular Economy hat genau diese unternehmerische Nachhaltigkeit zum Ziel.

Uns im CC Ecosystems haben die Glasgow-Konferenz und ihre Beschlüsse dazu veranlasst, Betrachtungen über die nachhaltige Entwicklung unseres Planeten anzustellen und zu verorten, inwieweit die Circular Economy zur Erreichung der Klimaziele beitragen kann. Nachfolgend beschäftigen wir uns zunächst mit den Klimaherausforderungen und den Entwicklungen der Glasgow-Konferenz und werfen anschliessend einen Blick darauf, wie Unternehmen mit einer Transformation ihrer Produktion nach den Prinzipien der Circular Economy zu einer nachhaltigeren Entwicklung der Wirtschaft beitragen können.

Auf welcher Ebene muss der Kampf gegen die Klimaerwärmung stattfinden?

Die Klimaveränderungen stimmen nachdenklich. Als Individuum fühlt man sich angesichts der Grösse des Problems oft etwas ohnmächtig; man hat das Gefühl, als einzelner kaum etwas bewirken zu können. Und trotzdem führt die Beschäftigung mit dem Thema bei vielen Menschen zu positiven Verhaltensänderungen (regionales Einkaufen, Trennung von Abfall, Erhöhter Konsum von saisonalen Früchten und Gemüsen). Solche individuellen Veränderungen sind auch relevant, um angestrebte Ziele wie die Netto-Null-Initiative besser zu erreichen – sie reichen jedoch bei langem noch nicht aus. Es braucht grössere, einschneidendere wirtschaftliche und soziale Veränderungen, damit einer der grössten Umbrüche seit der Industrialisierung angegangen werden kann.

Um dies zu erreichen haben verschiedene Organisationen das Thema vor langer Zeit schon aufgenommen und versuchen die Nachhaltigkeit auf dieser Welt durch Kooperationen, Regulierungen, Präventionen und vertragliche Abkommen zu verbessern. Wobei die klimabedingten Themen, wie oben bereits angesprochen, nur einen Teil darstellen, und darüber hinaus soziale und wirtschaftliche Herausforderungen bestehen, wie z. B. globale Ungleichheiten, hohe Arbeitslosigkeit, ungünstige Arbeitsbedingungen und finanzielle Instabilität [4].

Die Organisationen Club of Rome oder das Übereinkommen von Paris sind nur zwei von vielen Vorhaben, die versuchen eine bessere Welt zu schaffen.

Club of Rome

Seit den 70er Jahren diskutiert und fordert der Club of Rome, ein Zusammenschluss von 100 (zurzeit 101) Experten aus mehr als 30 Ländern, einen Wertewandel in unserer Gesellschaft für eine nachhaltigere Welt. Der Club of Rome ist eine der weltweit renommiertesten Denkfabriken für Nachhaltigkeitsstrategien. Die Experten erstellen Gutachten und Berichte für die UNO oder die G7-Staatsführungen. [32]

UN-Klimakonferenzen

Vor 30 Jahren wurde die Klimakonferenz das erste Mal durchgeführt, aus aller Welt kamen die Führungsspitzen zusammen, um sich zum ersten Mal mit dem Klimawandel zu befassen. Das Übereinkommen von Paris z. B. ist ein Ergebnis einer solchen Klimakonferenz und verpflichtet jedes Land, das unterschreibt, zu einer Verringerung der Treibhausgasemissionen [17]. Seit 30 Jahren treffen sich die globalen Führungsspitzen jährlich (ausser 2020 wegen der Pandemie), um darüber zu sprechen, wie die Erderwärmung deutlich unter 2 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau gehalten werden kann und welche Anstrengungen sie unternehmen, um den Temperaturanstieg auf 1.5 Grad Celsius einzugrenzen [17].

Übereinkommen von Paris

Das Übereinkommen von Paris ist ein 2015 auf einer der Klimakonferenzen aufgesetzter völkerrechtlicher Vertrag, der von 189 von 196 Ländern unterzeichnet ist. Es verfolgt drei Ziele: Es will den globalen Temperaturanstieg auf 1.5 Grad begrenzen, zu diesem Zweck die Treibhausgasemissionen reduzieren und es will die Finanzmittelflüsse mit den Klimazielen in Einklang bringen  und weg von kohlenstoffintensiven Investitionen kommen. [33]

Was passiert da in Glasgow?

Vom 31. Oktober bis zum 13. November hat sich nun im schottischen Glasgow die 26. UN-Klimakonferenz (COP26 «Conference of the Parties») abgespielt. Über 20’000 Teilnehmer waren beim zweiwöchigen Treffen dabei, Regierungsvertreter aus allen Ländern haben zusammen Massnahmen und Ziele zur Verringerung von Treibhausgasemissionen bis 2030 definiert (Klimapakt von Glasgow 2030), die finanziellen Mittel für Klimaschutzmassnahmen besprochen und sich über Massnahmen gegen die Auswirkungen des Klimawandels beraten. Für eine bessere Welt und für den Kampf gegen die Klimakrise [16]. In den Abschlussdokumenten verpflichten die Industrieländer sich dazu, in den nächsten 5 Jahren 100 Milliarden Dollar in den Klimaschutz zu investieren, ähnlich wie dies schon von 2009 bis 2020 ausgehandelt wurde. Deutschland hat dazu einen Plan ausgearbeitet, wie das Geld investiert werden soll.

Wie erreichen wir das 1.5-Grad-Ziel?

Die Begrenzung des Temperaturanstiegs auf 1.5 Grad Celsius ist aus Sicht der Wissenschaftler der beste Weg, gefährliche Auswirkungen durch die Erderwärmung zu verhindern. Es zeigt sich jedoch klar, dass weltweit ein Temperaturanstieg stattfindet und wir noch nicht auf dem richtigen Weg sind. Viele Länder sind weit davon entfernt, die Ziele bis 2030 zu erreichen. Gemäss eines Berichtes der Vereinten Nationen wird der CO2-Ausstoss Ende dieses Jahrzehnts 16 % höher sein als im Jahr 2010, selbst wenn alle Länder ihre Reduktionsziele erreichen [19]. So steuern wir auf eine Erwärmung um 2,7 Grad Celsius zu (bis ins Jahr 2100), wenn die Länder nicht weitere Massnahmen einführen, was katastrophal wäre (z.B. Gletscherschmelze, steigender Meeresspiegel, Überschwemmungen usw.) [20].

Am COP26 sollten eigentlich klare Ziele und Massnahmen definiert werden, um der Erderwärmung entgegenzuwirken. Gemäss der Aussage von Simonetta Sommagura in einem Interview mit dem Radio SRF über das Treffen in Glasgow, sind die angestrebten Ziele aber nicht erreicht worden. Ein rasche CO2-Reduzierung findet nicht statt und mit dem Resultat sei sie nicht zufrieden. In wenigen Punkten konnte Positives berichtet werden, so z. B. zu dem Niederschreiben des globalen Kohleausstiegs («phase-down») und zur Verdopplung der Subventionen für ärmere Staaten, die unter den Folgen des Klimawandels leiden (Dürren, Wirbelstürme usw.), von 20 auf 35 Milliarden Dollar [21]. So sind die Länder zum jetzigen Zeitpunkt zwar an Massnahmen dran und versuchen das Klima zu schützen, jedoch hat die Klimakonferenz wenige Umsetzungsaktionen einleiten können. Es sind noch zu viele Länder nicht bereit, ihre Treibhausgasemissionen zu reduzieren [22].

Wie sieht es weltweit aus?

Der weltweite CO2-Ausstoss hat seit den 60er Jahren stetig zugenommen [27]. Während in den 60er Jahren noch 10’000 Millionen Tonnen CO2 ausgestossen wurden, sind es 2020 schon mehr als das Dreifache, 35’000 Millionen Tonnen CO2. Gemäss einer Prognose wird der CO2-Ausstoss 2040 bei über 43’000 Millionen Tonnen CO2 liegen. Die Erhöhung des Ausstosses bewirkt den Temperaturanstieg und führt somit zu Naturkatastrophen.

Abbildung 2: CO2-Emissionen weltweit (Statista 2020)

Betrachtet man die einzelnen Kontinente, so ist der Anteil des CO2-Ausstosses in Asien am höchsten, gefolgt von den USA und Europa. Die Schweiz stösst ca. 40 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr aus, während z. B. China über 11’000 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr ausstösst. Betrachtet man jedoch den Ausstoss pro Kopf, so ändert sich das Bild sehr stark, da China ca. 180-mal mehr Einwohner hat als die Schweiz: Die Differenz zwischen China und der Schweiz wird kleiner. Im Jahr 2018 hatte die Schweiz einen pro-Kopf-Ausstoss von ca. 4.5 Tonnen CO2 und China von ca. 7 Tonnen [28]. Zum weiteren Vergleich: Deutschland lag mit knapp unter 8 Tonnen über China, ebenso wie die USA, die 2018 einen CO2-Ausstoss von ca. 14.5 Tonnen pro Einwohner zu verzeichnen hatten. Um den Klimawandel halbwegs in den Griff zu bekommen, empfiehlt ein Bericht des Intergovernmental Panel on Climate Change die Reduktion des jährlichen CO2-Ausstosses auf 1 bis 2 Tonnen pro Kopf. Einzelne Länder übersteigen diesen Wert um das über 30-Fache [29]. Nichtsdestotrotz ist es logisch, dass Reduktionen bei den Ländern, die in Relation zur Einwohnerzahl weltweit am meisten CO2 emittieren, den grössten Unterschied im Kampf um ein besseres Klima machen.

Durch technischen Fortschritt soll der Ausstoss weiter reduziert werden können. Dies wird hoffentlich auch gelingen, allerdings sollte man «technischen Fortschritt» nicht unbedingt mit «Digitalisierung» gleichsetzen. Grosse Energiefresser wie Kryptowährungen oder das Streamen von Filmen über die bekannten Plattformen tragen genauso zu den hohen Emissionszahlen weltweit bei. 2018 wurden durch das Streaming via Video-on-Demand-Plattformen wie Youtube, Netflix & Co., Porno-Seiten oder Social Media (Instagram & Co.), die bei etwa gleichen Anteilen von 20-30 % insgesamt etwa 80 % des Datenverkehrs ausmachen [30], über 300 Millionen Tonnen CO2 ausgestossen. So ist davon auszugehen, dass die Geschäftsmodelle von Social Media und Content-Plattformen (die erwähnte Digitalisierung) und der Klimaschutz unterschiedliche Richtungen gehen [16].

Die Problematiken sind weitreichend und die Herausforderungen für die nächsten Jahre sind hoch, jedoch ist im Privaten wie auch politisch einiges möglich zum Klimaschutz. Einerseits können Verbote eingeführt werden, wie z. B. die Abschaffung von Ölheizungen oder die Einrichtung von autofreien Zonen, andererseits ist ein Dialog mit der Bevölkerung zur Aufklärung, zur Partizipation beim Klimaschutz ein wichtiger Bestandteil. Auf Ebene des Individuums ist eine Veränderung des Konsumverhaltens wichtig, ob dies aus eigenem Willen oder über Verbote und Regulierungen geschieht, beides bezweckt eine Reduzierung der Treibhausgase. Das Wissen, dass durch einen gewissen Verzicht ganze Industrien verändert werden können, birgt sowohl Chancen als auch Risiken für den Klimaschutz (z. B. Fleischverzicht kann zum Abbau von Tierfarmen führen). Ein weiterer Teil ist ein Umdenken des Systems der Herstellung von Gütern und Dienstleistungen. Hier setzt die Kreislaufwirtschaft an.

Circular Economy

Obwohl sich Regierungen, politische Entscheidungsträger und Unternehmen bereits mit den angesprochenen Herausforderungen befassen, ist es offensichtlich, dass die derzeitigen nachhaltigen Maßnahmen, wie z. B. Netto-Null-Initiativen, zwar notwendig, aber nicht ausreichend sind, um die ehrgeizigen Klimaziele zu erreichen oder die bestehenden und kommenden Ressourcenkonflikte zu lösen [7]. Es werden neue Konzepte und Ansätze benötigt. Eines davon ist die Kreislaufwirtschaft, sie entkoppelt das Wachstum des Ressourcenverbrauchs mit den damit verbundenen Umweltproblemen. So werden künftige Umsetzungen von Nachhaltigkeitsstrategien in einem grösseren Kontext betrachtet [8]. Das Bewusstsein dieses Ansatzes nimmt immer mehr zu, was sehr erfreulich ist [9].

Eine Kreislaufwirtschaft ist ein regeneratives System, das Ressourcen und Materialien in einem geschlossenen Kreis mehrfach nutzen und wiederverwenden will [10] und dabei das langfristige Ziel verfolgt, Ressourcenkreisläufe zu schließen und den Ressourcenverbrauch zu minimieren [11]. Das Gesamtkonzept berücksichtigt nicht nur nachhaltige Faktoren (z. B. wie der Ressourcenbedarf minimiert werden kann), sondern auch wirtschaftliche Aspekte, d. h. wie durch neue Geschäftsmodelle das Klima geschützt werden kann [8]. Darüber hinaus  schafft das Konzept einen Wandel in der Denkweise zur Minimierung negativer und Maximierung positiver Umweltauswirkungen (vom Design von Produkten bis zum Recycling) [12].

Abbildung 3: Linear Economy (Quelle: Commerzbank & BEI SG 2021 [34], basierend auf www.datadriveninvestor.com)

Abbildung 4 veranschaulicht den Kreislauf. Reststoffe innerhalb der Biosphäre werden durch industrielle Prozesse oder die natürliche Umwelt wieder aufbereitet und dienen als Grundlage für die weitere Produktion [13]. In der Technosphäre wird zum Beispielversucht, die Lebensdauer von Waren zu verlängern und zu verhindern, dass sie aus dem Verkehr gezogen werden (z.B. Second-Hand Markt für Smartphones) [13]. Recycelbare Kopfhörer, die als Dienstleistung vertrieben werden (Headphones as a Service) und die komplett modular aufgebaut sind, sodass kaputte Teile problemlos ausgetauscht, wieder aufbereitet und in neuen Kopfhörern verbaut werden können [15], sind ein weiteres Beispiel für die Technosphäre. Ein gutes Beispiel für die Biosphäre ist die Anwendung der “mechanisch-biologischen Behandlung” auf organische Haushaltsabfälle, deren Ergebnis zur Anreicherung des Bodens verwendet wird [14].

Abbildung 4: Circular Economy System Diagram (Quelle: Commerzbank & BEI SG 2021 [34], basierend auf www.datadriveninvestor.com)

Der Übergang von einer linearen Wirtschaft zu einer Kreislaufwirtschaft sollte idealerweise zur Verringerung und Wiederverwendung von Abfällen und Ressourcen führen [13]. Um eine Kreislaufwirtschaft zu ermöglichen und unsere linear organisierte Wirtschaft zu transformieren, sind jedoch neue Geschäftsmodelle erforderlich.

Wie kann uns die Kreislaufwirtschaft bei der Erreichung der Klimaziele helfen?

Eine Kreislaufwirtschaft ist, wie oben erwähnt, ein Modell, bei dem der Abfall minimiert und die Verwendung natürlicher Rohstoffe maximiert wird. Durch die Wiederverwendung und Wiederverwertung wird die Wertschöpfungskette von Produkten verlängert [23]. Man kann somit folgende Aspekte hervorheben:

  • Umweltverschmutzung und Abfall werden schon bei der Gestaltung und dem Design von Produkten berücksichtigt und, soweit es geht, vermieden.
  • Materialien und Produkte werden wiederverwendet, repariert oder wiederaufbereitet, damit der Kreislauf erhalten bleibt.
  • Nährstoffe werden dem Ökosystem zurückgeführt/zurückgegeben, durch eine Umgestaltung des bestehenden Denkens und Fokussierung auf positiven Impact für die Umwelt. 

Doch wie kann eine Kreislaufwirtschaft zum Klimaschutz beitragen? [24] Durch die Methoden der Kreislaufwirtschaft und die effiziente Nutzung von Ressourcen können CO2- und Treibhausgasemissionen gesenkt werden. Einige Beispiele wie dies geschehen kann / wie dies zurzeit geschieht [24], [25]:

  • Im Fahrzeuglebenszyklus wird eine Netto-Null-CO2-Emission angestrebt. Dazu werden zum Beispiel C02-arme Materialien verwendet und der Strom für die Fertigung über Solarenergie bezogen.
  • Damit die Fahrzeuge länger genutzt werden, werden die Einzelteile wiederverwendet, wo möglich. Es werden auch verschiedene Angebote zur Nutzung erstellt, wie z. B. die Abo-basierte Nutzung (Mobility, Car-Sharing usw.)
  • Die Einzelteile bzw. Halb- oder Fertigfabrikate von Produkten werden aus Recyclingmaterialien hergestellt. So können CO2-Emissionen vermieden werden (z. B. Elektrofahrzeugbatterien recyclen oder Recycling-Plastik für Shampoo-Flaschen verwenden).
  • Optimierung von Müllverbrennungsanlagen, um diese effizienter zu gestalten und so Sanierungen vorzubeugen. So sind sie länger betriebsfähig und schonen die Umwelt.
Fazit

Abschliessend lässt sich festhalten [26]: Die Klimakonferenz hat leider nicht die Ziele erreicht, welche sich viele gewünscht haben. Es wurden Finanzierungsthemen angebracht und der Kohleausstieg schriftlich festgehalten, doch die Probleme der Klimakrise sind dadurch natürlich noch nicht behoben. Die Kreislaufwirtschaft bietet einen guten Ansatz für Unternehmen, auf dieser Erde klimafreundlicher zu produzieren und zu wirtschaften. Um ökologische und ökonomische Verbesserungen herbeizuführen, ist jedoch eine ganzheitliche Betrachtung aller Prozesse innerhalb des Produktlebenszyklus entscheidend. Private Unternehmen sind bedeutende Akteure, die viel zur Erhaltung lebenswerter Bedingungen auf der Erde beitragen und positive Veränderungen einleiten können. Dabei helfen sicherlich auch Austausch mit und Kooperationen zwischen Behörden, Unternehmen, Hochschulen und EinwohnerInnen.


Quellen

[1]        M. Robertson, Sustainability principles and practice, Third Edit. Routledge, 2021.

[2]        Robert W. Kates et al., “Sustainability Science,” Science (80-. )., vol. 292, no. 5517, pp. 641–642, 2001, doi: https://www.science.org/doi/full/10.1126/science.1059386.

[3]        OECD, “OECD Environmental Strategy for the First Decade of the 21st Century,” 2001.

[4]        T. Jackson, Prosperity without growth? The transition to a sustainable economy. Sustainable Development Commission, 2009. 

[5]        S. Schaltegger, “Corporate Social Responsibility in kommunalen Unternehmen,” Corporate Social Responsibility in kommunalen Unternehmen, 2011. .

[6]        J. Maniora, “Is Integrated Reporting Really the Superior Mechanism for the Integration of Ethics into the Core Business Model? An Empirical Analysis,” J. Bus. Ethics, vol. 140, no. 4, pp. 755–786, 2017, doi: 10.1007/s10551-015-2874-z.

[7]        Prof. Dr. Michael Braungart, “DAS FALSCHE PERFEKT MACHEN UND DAS PERFEKT FALSCH!,” Business Circle – Marie-Astrid Schaffra, 2020. https://businesscircle.at/news/banken-versicherungen/das-falsche-perfekt-machen-und-das-perfekt-falsch/ (accessed Oct. 12, 2021).

[8]        W. McDonough, M. Braungart, P. T. Anastas, and J. B. Zimmerman, “Applying the Principles of Green Engineering to Cradle-to-Cradle Design,” Environ. Sci. Technol., vol. 37, no. 23, 2003, doi: 10.1021/es0326322.

[9]        G. Brennan, M. Tennant, and F. Blomsma, “Business and production solutions: Closing loops and the circular economy,” Sustain. Key Issues, vol. 2050, pp. 219–239, 2015, doi: 10.4324/9780203109496-11.

[10]      Y. Geng and B. Doberstein, “Developing the circular economy in China: Challenges and opportunities for achieving ‘leapfrog development,’” Int. J. Sustain. Dev. World Ecol., vol. 15, no. 3, pp. 231–239, 2008, doi: 10.3843/SusDev.15.3:6.

[11]      W. R. Stahel, “The circular economy,” Nature, vol. 531, no. 7595, pp. 435–438, 2016.

[12]      T. Janssen, “Für ein grossen positiven Fussabdruck,” 2021.

[13]      Ellen MacArthur Foundation and the McKinsey Center for Business and Environment, “Growth within: a circular economy vision for a competitive europe,” 2015.

[14]      Eco-Business, “Compostable and biodegradable waste (bio waste) around us,” 2017. https://www.eco-business.com/press-releases/compostable-and-biodegradable-waste-bio-waste-around-us/ (accessed Oct. 01, 2021).

[15]      Metabolic, “Circular economy solutions for e-waste: headphones as a service,” 2019. https://www.metabolic.nl/news/circular-economy-solutions-e-waste-headphones-service/ (accessed Oct. 01, 2021).

[16]      www.Spiegel.de/klimawandel

[17]      https://www.consilium.europa.eu/de/policies/climate-change/paris-agreement/cop26/#

[18]      https://www.are.admin.ch/are/de/home/medien-und-publikationen/publikationen/nachhaltige-entwicklung/brundtland-report.html

[19]      https://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/342741/cop-26-un-klimakonferenz-in-glasgow

[20]      https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/un-klimaziele-verfehlt-erderwaermung-101.html

[21]      https://www.srf.ch/play/tv/srf-news/video/ernuechternde-bilanz-aus-glasgow?urn=urn:srf:video:11a74eb3-4efb-4b09-b26e-97160c1cb125&aspectRatio=16_9

[22]      https://www.welthungerhilfe.de/aktuelles/blog/2021/cop-26-die-klimakonferenz-die-den-sueden-im-stich-lies/

[23]      https://www.tempo-world.com/de-ch/leben-mehr/circular-economy-was-ist-eine-kreislaufwirtschaft/

[24]      https://innovatives-brandenburg.de/de/nachhaltig-heute/kunststoff-recycling/kreislaufwirtschaft-schuetzt-das-klima

[25]      https://newsroom.accenture.de/de/news/accenture-und-world-economic-forum-kreislaufwirtschaft-kann-zu-einer-reduktion-der-co2-emissionen-um-bis-zu-75-prozent-in-automobilindustrie-beitragen.htm

[26]      https://www.economiesuisse.ch/de/dossier-politik/position-der-schweizer-wirtschaft

[27]      https://de.statista.com/statistik/daten/studie/37187/umfrage/der-weltweite-co2-ausstoss-seit-1751/#professional

[28]      https://edgar.jrc.ec.europa.eu/

[29]      Global Carbon Atlas 2017; IPCC 2014 Assessment Report 5; IPCC 2014 Syntheseband

[30]      https://theshiftproject.org/wp-content/uploads/2019/07/Excutive Summary_EN_The-unsustainable-use-of-online-video.pdf

[31]      https://www.bafu.admin.ch/dam/bafu/de/dokumente/klima/externe-studien-berichte/klimawandel-im-ausland-risiken-und-chancen-fuer-die-schweiz-schlussbericht.pdf.download.pdf/Infras-Bericht_Auswirkungen-des-Klimawandels-im-Ausland.pdf

[32]      https://www.tagblatt.ch/international/denkfabrik-das-gewissen-der-welt-sitzt-in-der-schweiz-ld.928295 [33]       https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cbereinkommen_von_Paris#Die_Ziele_
des_%C3%9Cbereinkommens_im_Einzelnen

[1]        M. Robertson, Sustainability principles and practice, Third Edit. Routledge, 2021.

[2]        Robert W. Kates et al., “Sustainability Science,” Science (80-. )., vol. 292, no. 5517, pp. 641–642, 2001, doi: https://www.science.org/doi/full/10.1126/science.1059386.

[3]        OECD, “OECD Environmental Strategy for the First Decade of the 21st Century,” 2001.

[4]        T. Jackson, Prosperity without growth? The transition to a sustainable economy. Sustainable Development Commission, 2009. 

[5]        S. Schaltegger, “Corporate Social Responsibility in kommunalen Unternehmen,” Corporate Social Responsibility in kommunalen Unternehmen, 2011. .

[6]        J. Maniora, “Is Integrated Reporting Really the Superior Mechanism for the Integration of Ethics into the Core Business Model? An Empirical Analysis,” J. Bus. Ethics, vol. 140, no. 4, pp. 755–786, 2017, doi: 10.1007/s10551-015-2874-z.

[7]        Prof. Dr. Michael Braungart, “DAS FALSCHE PERFEKT MACHEN UND DAS PERFEKT FALSCH!,” Business Circle – Marie-Astrid Schaffra, 2020. https://businesscircle.at/news/banken-versicherungen/das-falsche-perfekt-machen-und-das-perfekt-falsch/ (accessed Oct. 12, 2021).

[8]        W. McDonough, M. Braungart, P. T. Anastas, and J. B. Zimmerman, “Applying the Principles of Green Engineering to Cradle-to-Cradle Design,” Environ. Sci. Technol., vol. 37, no. 23, 2003, doi: 10.1021/es0326322.

[9]        G. Brennan, M. Tennant, and F. Blomsma, “Business and production solutions: Closing loops and the circular economy,” Sustain. Key Issues, vol. 2050, pp. 219–239, 2015, doi: 10.4324/9780203109496-11.

[10]      Y. Geng and B. Doberstein, “Developing the circular economy in China: Challenges and opportunities for achieving ‘leapfrog development,’” Int. J. Sustain. Dev. World Ecol., vol. 15, no. 3, pp. 231–239, 2008, doi: 10.3843/SusDev.15.3:6.

[11]      W. R. Stahel, “The circular economy,” Nature, vol. 531, no. 7595, pp. 435–438, 2016.

[12]      T. Janssen, “Für ein grossen positiven Fussabdruck,” 2021.

[13]      Ellen MacArthur Foundation and the McKinsey Center for Business and Environment, “Growth within: a circular economy vision for a competitive europe,” 2015.

[14]      Eco-Business, “Compostable and biodegradable waste (bio waste) around us,” 2017. https://www.eco-business.com/press-releases/compostable-and-biodegradable-waste-bio-waste-around-us/ (accessed Oct. 01, 2021).

[15]      Metabolic, “Circular economy solutions for e-waste: headphones as a service,” 2019. https://www.metabolic.nl/news/circular-economy-solutions-e-waste-headphones-service/ (accessed Oct. 01, 2021).

[16]      www.Spiegel.de/klimawandel

[17]      https://www.consilium.europa.eu/de/policies/climate-change/paris-agreement/cop26/#

[18]      https://www.are.admin.ch/are/de/home/medien-und-publikationen/publikationen/nachhaltige-entwicklung/brundtland-report.html

[19]      https://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/342741/cop-26-un-klimakonferenz-in-glasgow

[20]      https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/un-klimaziele-verfehlt-erderwaermung-101.html

[21]      https://www.srf.ch/play/tv/srf-news/video/ernuechternde-bilanz-aus-glasgow?urn=urn:srf:video:11a74eb3-4efb-4b09-b26e-97160c1cb125&aspectRatio=16_9

[22]      https://www.welthungerhilfe.de/aktuelles/blog/2021/cop-26-die-klimakonferenz-die-den-sueden-im-stich-lies/

[23]      https://www.tempo-world.com/de-ch/leben-mehr/circular-economy-was-ist-eine-kreislaufwirtschaft/

[24]      https://innovatives-brandenburg.de/de/nachhaltig-heute/kunststoff-recycling/kreislaufwirtschaft-schuetzt-das-klima

[25]      https://newsroom.accenture.de/de/news/accenture-und-world-economic-forum-kreislaufwirtschaft-kann-zu-einer-reduktion-der-co2-emissionen-um-bis-zu-75-prozent-in-automobilindustrie-beitragen.htm

[26]      https://www.economiesuisse.ch/de/dossier-politik/position-der-schweizer-wirtschaft

[27]      https://de.statista.com/statistik/daten/studie/37187/umfrage/der-weltweite-co2-ausstoss-seit-1751/#professional

[28]      https://edgar.jrc.ec.europa.eu/

[29]      Global Carbon Atlas 2017; IPCC 2014 Assessment Report 5; IPCC 2014 Syntheseband

[30]      https://theshiftproject.org/wp-content/uploads/2019/07/Excutive Summary_EN_The-unsustainable-use-of-online-video.pdf

[31]      https://www.bafu.admin.ch/dam/bafu/de/dokumente/klima/externe-studien-berichte/klimawandel-im-ausland-risiken-und-chancen-fuer-die-schweiz-schlussbericht.pdf.download.pdf/Infras-Bericht_Auswirkungen-des-Klimawandels-im-Ausland.pdf

[32]      https://www.tagblatt.ch/international/denkfabrik-das-gewissen-der-welt-sitzt-in-der-schweiz-ld.928295

[33]      https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cbereinkommen_von_Paris#Die_Ziele_
des_%C3%9Cbereinkommens_im_Einzelnen

[34] Commerzbank & Business Engineering Institute St. Gallen, “How API based Ecosystems can serve Circular Economy”, 2021. https://www.bei-sg.ch/_files/ugd/1ae519_748e16002967424796083ce5d684fba3.pdf (accessed Feb. 03, 2022)

Joël Eugster

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